ungewohntes Ende

Geschrieben von: Jogy 12.12.2010 um 16:02 Uhr

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Zum zweiten Male in der Geschichte der CityLiga fand das letzte Rennen einer Saison in Fern Bay statt. Die Black Variante vereint sozusagen alle der dortigen Kurse, von den Offradpassagen der RallyCross-Strecken mal abgesehen, und bietet somit den totalen Querschnitt des ganz eigentümlichen Charakters. Angefangen bei Schikanen, die ihrem Namen kaum gerecht werden, weil sie beinahe voll durchfahren werden können, über die allseits gefürchteten, da verbugten Brückenauf- und Abfahrten hin zu den gelegentlich als Sprungschanze wirkenden, sehr hohen Randsteinen. Zumindest Letzteres gilt bei den TBOs nur in gemäßigter Form, denn aufgrund ihres langen Radstandes ist die Kippneigung weniger stark ausgeprägt.
Diese 'klassischen' Tourenwagen bieten für jeden etwas: Turbo-Power für alle, Frontantrieb beim FXO, geballten Allradgrip des RB4 oder den heckschleudernden XRT. Ob es diese 'Qual der Wahl' und der damit verbundene Trainingsaufwand war, der viele abschreckte, kann nur vermutet werden. Ebenso könnte man sicherlich eine seitenlange Abhandlung über den (allgemeinen) Fahrerschwund verfassen, aber auch das wäre größtenteils rein spekulativ und wenig zeilführend. Fakt ist, dass sich zum Saisonausklang leider nur 20 Fahrer einfanden, so für einen neuen CL-Rekord sorgten -einen traurigen wohlbemerkt, und kurzerhand alle gemeinsam auf einem Server fuhren, unbeachtet der eigentlichen Gridzugehörigkeit, nach der aber trotzdem Punkte vergeben wurden.

 

Zur Qualifikation, als dreiründiger Sprint ausgetragen, wurde nach den Trainingsbestzeiten laut Tracker aufgestellt. Auch in Abwesenheit des feststehenden Meisters Maddin war メcite Racing stark vertreten: mit Rubi und Mave auf den Startplätzen zwei und drei, eingerahmt von den beiden HoR'lern Schuhti als Polesitter und hanfer; außerdem andy sowie Wolチ einträchtig in Reihe vier hinter SRTA Mensafest und TeW GAW. Wie fast alle anderen auc hatten sie sie den FXO gewählt. Lediglich zwei Tapfere stand der Sinn nicht nach Gruppenzwang und so steuerte HoR harthahn einen XRT, während eX.R Blacky auf den RB4 setzte.

Beide spielten am Start dann auch gleich ihre konstruktionsbedingten Vorteile aus und machten einige Plätze gut, die sie dann mühsam verteidigen mussten. Angesichts der knackigen Kürze ging es von Beginn an munter zur Sache und kaum eine Position blieb unangetastet. Den Tatendrang des voll auf Tagessieg eingestellten und dem Feld bereits leicht enteilten Vizemeisters HoR Schuhti stoppte nach nicht einmal einer halben Runde ein Disconnect. Nach rejoin und restart aus der Box blieb ihm nur, mit Rundenrückstand hinterher und sich fürs Rennen warm zu fahren. An seiner Stelle übernahm zunächst Rubi die Führung, um sie aber in der zweiten Runde nach ungewolltem Abbremsen durch Kontakt mit einem Reifenstapel an HoR hanfer abgeben zu müssen. Dieser ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und stand folglich ganz oben im Resultat vor メcite Mave und TeW GAW.

 

Damit stand die Starteihenfolge für das Rennen, aber jedem war klar, dass es etwas 'ruhiger' zugehen würde, denn die Reifen würden kaum eine 23 Runden lange Vollgashatz überstehen. Davon völlig unbeeindruckt genoss hanfer sichtlich den für ihn vollkommen ungewohnten Freiraum um seinen Wagen und trat die Flucht nach vorne an. Auch wegen der Uneinigkeiten seiner Verfolger sollte diese knapp 70 Minuten später von Erfolg gekrönt sein. Mit seinem ersten Laufsieg entschied er auch das höchste, offene Rennen in der Meisterschaft für sich und kletterte auf Rang vier hinter Maddin, dem zuvor bereits als Vize feststehenden Schuhti sowie dem ebenfalls fix dritten TeW GAW.
Apropos, genau diese beiden waren es auch, die zuvor bereits angesprochen wurden, denn sie sorgten mit einem kleinen, aber folgenreichen Missverständnis beim Anbremsen der zwoten Brückenauffahrt für Luft hinter dem Führenden. Auch wenn sie weiterfahren konnten, schien dieser Zwischenfall eine Art Bruch im Rennen des メcite'lers gewesen zu sein und er musste sich letztendlich mit Platz sieben hinter Teamkollege Rubi und dem im Rennverlauf immer stärker werdenden eXR Ascona b zufrieden geben. GAW hingegen fand recht schnell wieder in die Spur, biss sich jedoch die Vorderreifen an der Stoßstange SRTA Mensafests aus. Dieses Doppelpack konnte dem unwiderstehlich durchs Feld pflügenden HoR Schuhti aber auch nicht widerstehen und belegte somit hinter ihm Platz drei bzw. vier des Klassements.

Zum Abschluss noch ein Blick auf die beiden 'Exoten'. HoR harthahn konnte den Startvorteil seines XRTs diesmal nicht nutzen, sich aber an Teamkollege jueweb und dessen Dauerschatten, Grid2-Aufsteiger(!) RTSW NOB2 auf Rang acht und neun heften und so lange in den Top10 umherfahren. Mit fortschreitender Renndauer ließ die Performance seines Wagens aber immer mehr nach und er ruschte weit zurück, noch hinter den besten Grid2-Piloten, AG.Kimble, seinem Schicksalsgenossen メcite Wolチ (regulär auch Grid2) und eben eXR Blacky. Dieser hatte den Allradeffekt zunächst wieder voll ausgespielt, musste sich dann aber dem Geschwindigkeitsnachteil seines RB4s beugen und Position um Position wieder her geben. Erst vor den beiden anderen, eigentlichen Grid2-Faher, AA™| C0r3, der ein wirklich gutes CL-Debüt bestritt, war und RTSW ICE konnte er sich halten. Es folgten die direkt vorm Finale aufgestiegenen HoR spooky und das unzertrennliche Burnoutcrew-Paar Cooper und Jens.

 

Und das sagen:

 

 

Kommentare 

 
#1 c0r3 Freitag, den 14. Januar 2011 um 02:50 Uhr
Danke, dass mein erstes Rennen bei solch einer Distanz mit solch einem Fahrerfeld Erwähnung fand. Wenn ich feste Arbeitszeiten hätte, würde ich auf jeden Fall wieder mitfahren.
 
 
#2 c0r3 Freitag, den 14. Januar 2011 um 02:58 Uhr
Klasse, was du für Berichte verfaßt. :)