aufregend langer Atem
Geschrieben von: Jogy 13.06.2010 um 20:17 Uhr
Zum vorletzten Male CityLiga XI und zum letzten Male South City, aber zum ersten Mal überhaupt war in dieser Saison wirklich Ausdauer gefragt. 47 Runden, also gut 90 Minuten am Stück sind auch auf der Long (reversed)-Variante kein Zuckerschlecken, sondern eine Frage der Konzentration und damit Kondition. Nirgendwo sonst in der LfS-Welt muss man in dieser Häufigkeit den Mauern bzw. Leitplanken so nahe kommen, um schnell sein zu können. Dementsprechend oft schrammt man so gerade noch am möglicherweise verhängnisvollen Kontakt vorbei und hofft, dass es auch weiterhin gutgehen wird.
Denn eines haben die zur Wahl gestandenen zwei Drittel der TBO-Klasse gemeinsam: sie reagieren bisweilen äußerst zickig auf lädierte Aufhängungen, besonders in der schnellen, leicht kurvigen und mit Bodenwellen gespickten Passage zwischen Start-Ziel und der ersten, echten Kurve, wo vor dem Kreisel zur Autobahnauffahrt auch noch vehement verzögert werden muss. Ebenfalls einig sind sie sich bei der recht hohen Abnutzung des Profils. Während der allradelnde RB4 für seinen generellen Appetit auf schwarzes Gold bekannt ist, frisst der FXO besonders beim Rausbeschleunigen aus den vielen engen Ecken gerne mal eine Portion Reifen auf der angetriebenen Vorderachse. Vor allem wenn man dabei versucht die durchs Antriebskonzept bedingten Nachteile gegenüber dem anderen Wagen wett zu machen, welche beim Start allerdings noch weit gravierender ins Gewicht fallen. Dieses wird aber bereits wenige hundert Meter später auf dem Autobahnstück durch die deutlich größere Höchstgeschwindigkeit mehr als egalisiert.
Bei einer solchen Rennlänge wurde natürlich auf eine vorgeschaltete Qualifikation verzichtet und nach den getrackten Bestzeiten aus dem Training gestartet. Ein Pflichtboxenstopp stand ebenfalls nicht an, um eventuellen taktischen Spielchen Tür und Tor zu öffnen. Sie fanden jedoch nicht statt, denn trotz der aus vielen Mündern vernommenen Ungewissheit ob des Durchhaltevermögens der Pneus, setzen doch alle auf das Prinzip ausreichend Sprit mitnehmen und hoffen, dass ihnen nicht die Luft ausgeht.
In Grid eins drehte sich vieles eigentlich nur um die eine Frage, ob Xcite Maddin seinen zweiten CL-Titel vorzeitig unter Dach und Fach bringen würde. An diesem Vorhaben ließ er selbst keinen Zweifel, indem er erneut mir einer am Renntag hochgeladenen (wenn auch mittlerweile unterbotenen) WR-Hotlap Eindruck machte und seinen FXO in zartem Rosa präsentierte, auf dem der zuversichtliche und von einer gesunden Portion Selbstvertrauen zeugende Schriftzug "Champion" kaum zu übersehen war. Sein ärgster Widersacher HoR Schuhti brauchte nur den Wimpernschlag länger für eine Runde und musste sich so mit dem Startplatz daneben begnügen. Aber wenigstens hatte er im Gegensatz zu 1stBfa Chris und Xcite MatzeXX freie Sicht nach vorn.
Mit einem Bilderbuchstart setzte Maddin sich dann auch gleich die entscheidenden Meter vom Rest des Feldes ab. Während dort Positionskämpfe in Hülle und Fülle tobten, hatte er freie Fahrt und nutzte diese, um seinen Vorsprung sukzessiv auszubauen. Nach gut halber Renndistanz nahm er dann etwas Tempo raus und stellte auf (Reifen-)Verwaltung um. Es hätte nicht besser laufen können und mit der Zielflagge stand fest: Xcite Maddin ist Meister der CityLiga XI!
So viel Freiraum hätte sich Schuhti bestimmt auch gerne gewünscht, spürte aber ständig MatzeXX im Nacken, der sich in Runde vier gegen Chris durchgesetzt hatte. Im letzten Renndrittel gesellte sich dann auch noch TeW GAW dazu und zeigte sich äußerst angriffslustig. Mit vehementen Attacken wollte er sich unbedingt noch aufs Podium schieben, packte aber nicht die Brechstange aus und musste sich so mit dem vierten Platz hinter dem HoR-Fahrer im Xcite-Sandwich zufrieden geben. 1stBfA Chris hingegen konnte das Tempo nicht wie gewohnt mitgehen, musste zunächst HoR AndyK, der anschließend eine einsame Fahrt kontrolliert mit dem fünften Platz beendete, ziehen lassen und sich später auch noch -[BC]- Jan-Ole geschlagen geben. Mit dem letztendlich siebten Platz verlor er zwar etwas Boden im Kampf um die Vizemeisterschaft, aber die Entscheidung bei nun 20 Punkten Rückstand auf HoR Schuhti wurde auf den Saisonabschluss vertagt.
Nach eher bescheidenem Training zeigte IRT R.Pärschke eine um so besser Leistung im Rennen und fuhr vom letzten Startplatz aus hinter SRTA Mensafest noch in die Top10. Ein solcher Platz blieb メcite Rubi, HoR hanfer und -[BC]- Liquido leider verwehrt, bekamen sie doch im ausnahmslos auf FXO angetretenen Feld die Reifenprobleme zu spüren und landeten nach deren Platzer im hinteren Teil des Klassements.
In Grid zwei ging die Feierstimmung für das Xcite Racing Team noch weiter. Nach einer Saison voller Pleiten, Pech und Pannen scheint Mave endlich wieder auf den gewohnten Weg zurückgekehrt und freute sich zu Recht über den Laufsieg. Ähnlich wie sein Teamkollege konnte er zum Ende hin auch auf Schonprogramm für die Reifen umschalten, nachdem ihm die spielfreudige Konkurrenz freie Bahn von der Pole Position gewährt hatte.
Allen voran der letztendlich zweitplatzierte IRT El Barto und der später leider ausgeschiedene RP A. Dörfler, die sich eine Vielzahl packender Manöver lieferten. Dahinter konnte sich zunächst RTSW ICE behaupten, hatte allerdings bereits sehr früh mit deutlich überhitzten Reifen zu kämpfen. Dadurch wurde er ein wenig zum Bremsklotz für die sich hinter ihm in immer größerer Zahl versammelnden Fahrer, von denen erst jueweb in der fünften Runde einen fairen Weg vorbei fand. Als es zehn Runden später auch -[BC]- Ginsi gelang, war der Rückstand aber schon so weit angewachsen, dass sich auch im Hause Heroes of Racing über einen weiteren Podestplatz gefreut werden konnte. Und nachdem Ginsi zum wiederholten Male von einem Verbindungsabbruch heimgesucht wurde, war der Weg zum vierten Platz frei für イフ»Jogy, nicht aber ohne wegen der Reifenhaltbarkeit und vielmehr wegen des in Siebenmeilenstiefeln nahenden -[BC]- Wasrun Zittern zu müssen.
Danach überquerte als bester Aufsteiger im Vergleich zum Start Kimble den Zielstrich. Natürlich kamen ihm der Hang zum Strafen sammeln von eXR mathi24 sowie der sich früh abzeichnende Reifenplatzer bei RTSW ICE zu Gute. Auf Rang neun folgte mit Patrick nicht nur ein weitere Fahrer der BurnoutCrew sondern auch der Schnellste der drei tapferen RB4-Fahrer. Um den verbliebenen Platz unter den besten Zehn lieferten sich gRd-Cooper und Bk d0Nni einen rundenlangen Zweikampf, bis letzterem kurz vor Ende doch noch die Reifen um die Ohren flogen. Gleiches widerfuhr auch HoR spooky, während -[BC]-Jens zweimal zur Reparatur in die Box abbiegen musste. Dadurch finden sich beide auf den letzten Punkträngen im Ergebnis wieder.
Damit hätten wir also das Ausdauerelement dieser Saison hinter uns gebracht, in dem es trotzdem eng zur Sache ging und das -nicht nur wegen der Reifenplatzer- auch die ein oder andere Überraschung mit sich brachte. Vor allem aber wurde die Titelfrage bereits vorm Saisonabschluss geklärt: herzlichen Glückwunsch Maddin!
Im krassen Gegensatz zu diesem Rennen geht es bei jenem dann mit dem LX6 in drei Sprintrennen um den Grand Prix Kurs von Blackwood.
Und das sagen:






















